RückenprotektorenWie grundsätzliche alle Protektoren in einer Schutzbekleidung dienen auch die Rückenprotektoren dem Schutz von empfindlichen Körperbereichen. In diesem speziellen Fall ist es insbesondere die Wirbelsäule, die beim Motorradfahren, Ski- oder Snowboardfahren oder aber auch beim Mountainbiken geschützt werden soll. Wie eine Art Panzer dienen Rückenprotektoren dazu die empfindliche Wirbelsäule bei Stürzen zu schützen und schwere Verletzungen zu verhindern, die im schlimmsten Fall eine Querschnittslähmung verursachen könnten.
Um die gewollte Sicherheit auch wirklich zu gewährleisten, gibt es in Deutschland spezielle DIN Normen, die Rückenprotektoren erfüllen müssen. Diese lautet DIN EN 1621-2 und weist die Protektoren auch als solche aus. Der Test, dem die Rückenprotektoren hierfür unterzogen werden müssen, erfüllt ganz bestimmte, festgeschriebene Kriterien. Hierzu gehört zum Beispiel die Belastung durch einen fünf Kilo schweren, flachen Stahlkörper, der aus einem Meter Höhe auf den Rückenprotektor fallen gelassen wird. Dieser liegt wiederum auf einem halbkugelförmigen Stahlamboss mit 100 mm Durchmesser. Entscheidend bei diesem Test ist die Kraft, die auf den Amboss übertragen wird. Rückprotektoren werden entweder mit einem schmalen Brustgurt oder einem Nierengut gehalten und unter der normalen Kleidung getragen. Bei einiger angebotener Motorradbekleidung sind die Rückenprotektoren häufig schon in Form einer teilelastischen Rückenplatte in die Kleidung eingenäht oder können dort eingearbeitet werden. Der Vorteil von separaten Rückenprotektoren ist jedoch, dass diese individuell an die Körperstatur angepasst werden können und zumeist auch etwas länger sind, als solche, die bereits in der Motorradjacke integriert sind. Die optimale Länge ist vom Nacken bis zum Steißbein. Durch das Tragen der Rückenprotektoren wird natürlich der Komfort etwas eingeschränkt und im Sommer kann es bei hohen Temperaturen darunter schon mal sehr warm werden. Doch geht ein Versicht auf Sicherheit im Fall der Fälle nur auf Kosten der Gesundheit. Und dies ist sicherlich ein schlechter Tausch. Doch auch ein Rückenprotektor ersetzt nicht das vorausschauende und überlegte Handeln des Fahrers. |