Gehörschutz für MotorradfahrerViele Motorradfahrer kennen die Situation: Nach einer Spritztour auf dem Motorrad wird der Helm abgenommen und in den Ohren dröhnt und brummt es immer noch. Spätestens in diesem Moment sollte klar sein, welcher Belastung das Ohr im Straßenverkehr ausgesetzt ist. Nicht nur der Lärm der anderen Verkehrsteilnehmer kann zu Schädigungen des Hörsinns führen, auch der Motor des eigenen Fahrzeugs und die Geräusche der Reifen wirken auf den Fahrer ein.
Hinzu kommt noch der Fahrtwind. Eine auf Dauer gefährliche Mischung für das menschliche Ohr. Aus diesem Grund sollten Motorradfahrer Gehörschutz tragen. Besonders wichtig ist diese Maßnahme natürlich für Vielfahrer und Personen, die lange Strecken auf dem Motorrad zurücklegen. Aber auch wer nur selten auf dem Motorrad unterwegs ist oder nur kurze Strecken zurücklegt, sollte über einen Gehörschutz für Motorradfahrer nachdenken. Untersuchungen haben gezeigt, dass 90 Sekunden bei Tempo 160 bereits dazu führen können, Schäden am Hörsinn zu verursachen, zumindest wenn sich der Fahrer nur durch einen gewöhnlichen Helm schützt. Auch der ADAC empfiehlt Fahrer von Motorrädern und Rollern unter dem Helm einen geeigneten Gehörschutz zu tragen. Fahrer, die sich und ihre Ohren schützen möchten, sollten nicht wahllos zum erstbesten Hörschutz greifen. Zum einen muss der Gehörschutz natürlich passen und unter dem Helm nicht stören. Aus diesem Grund kommen vor allem sogenannte Plugs infrage, die sich in das Ohr einführen lassen und nicht nach außen abstehen. Wichtig ist es, bei der Auswahl der Gehörschutzstöpsel auf die Qualität zu achten. Natürlich gibt es einige Produkte im Centbereich, die das Ohr schützen, doch oft lassen sie keinerlei Umgebungsgeräusche ans Ohr dringen oder haben Mängel bei der Belüftung des Ohrs. Aus diesem Grund sollten Motorradfahrer einen Gehörschutz wählen, der den Umgebungslärm dämpft, aber nicht vollständig ausblendet und gleichzeitig Luft an das Ohr dringen lässt. Laut Straßenverkehrsordnung ist jeder Fahrzeuglenker dazu verpflichtet, die Aufmerksamkeit für die Umgebung nicht zu weit einzuschränken. Warnsignale, wie zum Beispiel das Martinshorn, müssen wahrgenommen werden. Bei der Auswahl de s passenden Gehörschutzes gilt es daher in der Regel ein wenig zu experimentieren. Nicht jeder Mensch ist gleich geräuschempfindlich. Aber auch wer bisher gedacht hat, dass so ein bisschen Verkehrslärm nicht weiter schadet, sollte über einen Gehörschutz beim Motorradfahren nachdenken. Hohen Schutz und Komfort bieten formbare oder fertig geformte Ohrschutzstöpsel. Diese Modelle eignen sich je nach Ausführung für den einmaligen oder mehrfachen Gebrauch und sollten vor der Abfahrt sorgfältig ins Ohr eingeführt werden. Es empfiehlt sich, den Helm nicht gleich aufzusetzen, sondern zunächst den Sitz der Stöpsel zu überprüfen - zwickt und wackelt nichts, kann der Helm aufgesetzt werden und der ungestörten Fahrt steht nichts mehr im Wege. Motorradfahrer, die häufig unterwegs sind und viel Wert auf hohen Tragekomfort legen, können auf eine Otoplastik zurückgreifen. Dabei handelt es sich um einen maßgefertigten Gehörschutz, der individuell angefertigt wird.
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